Moskau 1941

Moskau 1941

25,95 EUR

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Art.Nr.: 102520

Verfasser Nachname Heinz Magenheimer
Titel Moskau 1941
Untertitel Entscheidungsschlacht im Osten.

Kurzbeschreibung

Hochbrisante russische Akten, die erstmals freigegeben wurden, ermöglichen jetzt eine neue Bewertung der Schlacht um Moskau 1941. Der angesehene österreichische Historiker schildert fesselnd die Auseinandersetzung im OKW um die richtige Angriffsstrategie. Während die Generale Moskau im Direktangriff nehmen wollen, plädiert Hitler dafür, erst die Nord- und Südflanke vor dem Schlußangriff auf Moskau freizuschlagen. Unter den verschiedenen operativen Vorstellungen leidet die Gesamtstoßkraft. Trotzdem leisten die deutschen Landser Übermenschliches. Das Schicksal schlägt ihnen den greifbar nahen Sieg – der die Lage gewendet und vielleicht sogar die USA vom Kriegseintritt abgeschreckt hätte – durch das Einsetzen der Schlammperiode aus der Hand. Eine einzige trockene Woche fehlt zum Durchmarsch. Der Mythos der deutschen Blitzkriegsstrategie ist gebrochen. Für die Kampfmoral der zuvor in Auflösung begriffenen Roten Armee ist das von entscheidender Bedeutung. Hätte man nicht trotzdem mit den Spitzen eine Entscheidung in Moskau suchen sollen, statt die deutschen Verbände kurz vorm Ziel anzuhalten? Magenheimer: Ohne Haltebefehl und Neuorganisation der Verbände wäre die deutsche Front bereits im Winter 1941 zusammengebrochen. Mit jedem Tag Kriegsverlängerung rächt sich jetzt, daß das Reich schon im Juli 1941 in Unterschätzung der russischen Stärke mit der Drosselung der Heeresrüstung begonnen hatte. In der Rückschau erweist sich: die Schlacht um Moskau war kriegsentscheidend. 320 S., zahlr. Abb. und Karten, geb. im Großformat.

Produktbeschreibung

Herr Dr. Magenheimer: , in Ihrem neuesten Buch beschäftigen Sie sich mit der Schlacht um Moskau im Jahre 1941. Sie schreiben, mit dem Ausgang der Schlacht, bei der es der Wehrmacht nicht gelang, die sowjetische Hauptstadt einzunehmen, habe sich auch das Schicksal des Krieges entschieden.
Magenheimer: Der gescheiterte Angriff auf Moskau mit dem daran anschließenden Rückschlag, der die deutschen Truppen einer gewaltigen Belastung aussetzte, kann durchaus als Entscheidungsschlacht gelten. Der deutsche strategische Plan für das Jahr 1941 war damit gescheitert. Aus Sicht des deutschen Oberkommandos sollte Sowjetrußland besiegt oder zumindest die Rote Armee soweit aufgerieben sein, daß sie nicht mehr fähig gewesen wäre, nennenswerten Widerstand zu leisten.
Woran ist der deutsche Angriff auf Moskau denn gescheitert?
Magenheimer: Das Scheitern des deutschen Angriffs hatte zahlreiche Ursachen, die ich in meinem Buch genau untersuche. Eine grundsätzliche Unterschätzung des sowjetischen Gegners gehört dazu. Zudem hielt sich der deutsche Generalstab nicht an die Aufmarschanweisungen Hitlers, was die Situation weiter verkomplizierte. Das Zusammenspiel der deutschen Heeresgruppen Nord, Mitte und Süd war bis zum Eingreifen Hitlers am 21. August 1941 alles andere als perfekt. Dennoch verschleppte sich der Angriff auf Moskau so um mehrere wertvolle Wochen auf den 2. Oktober 1941, was schlußendlich dazu führte, daß die deutschen Angriffsspitzen auch noch gegen Regen, Schnee und Schlamm zu kämpfen hatten.
Für Ihre Recherchen für das Buch konnten Sie neues Material vor allem aus russischen Archiven auswerten…
Magenheimer: Das ist richtig. In den sowjetischen Archiven schlummerte so manche militärgeschichtliche Überraschung!
Zum Beispiel?
Magenheimer: Ich fand dort komplette Auswertungen der sowjetischen Kriegsgliederungen der Jahre 1941 und 1942, die die Auflistung und Unterstellung sämtlicher Großverbände beinhalten. Daraus wird ersichtlich, wie schnell die umfangreichen Reserven und Neuaufstellungen der Roten Armee in den ersten Kriegsmonaten verbraucht wurden, um die riesigen Verluste auszugleichen. Trotz der permanenten Mobilmachung stiegen die sowjetischen Verluste im Oktober 1941 derart dramatisch an, daß das deutsche Ostheer einige Wochen lang sogar die zahlenmäßige Überlegenheit über die Rote Armee besaß.
Herr Dr. Magenheimer, vielen Dank für das Gespräch.

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